Mirissa, Sri Lanka © by Filavision

Zwei Wochen Sri Lanka zum warm werden

In Fliegern ist es mittlerweile Standard, dass man auf der sogenannten Flightmap die aktuelle Position sowie Höhe, Geschwindigkeit und Restflugdauer sieht. Bei unserem Flug ist diese natürlich ausgefallen und man wusste quasi nie wo man gerade ist und wie lange der Flug noch dauert. Das machte unseren Hinflug nach Colombo zu einer ziemlich zähen Angelegenheit. Morgens gegen 4:40 Uhr sind wir dann aber sicher gelandet, nahmen ein Taxi zum Bahnhof und fuhren weitere 4 Stunden mit dem Zug nach Mirissa.

Zug fahren in Asien ist immer spannend. Man kann sich in die offene Tür stellen, die Wärme und die vorbei rauschende Landschaft genießen. Der Deutsche TÜV würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

In Mirissa wohnten wir wie schon vor 2 Jahren im Pravindi Guest House bei Bianca, Damit und ihren beiden Töchtern. Wir fuhren eigentlich jeden Tag mit dem Bus nach Weligama zum surfen oder Volleyball spielen. Mittags gab’s Fruchtshakes und manchmal auch ein Nickerchin, bevor es am späten Nachmittag nochmal für 2 Stunden an den Strand ging. In der Mittagshitze war es kaum auszuhalten.

An Stevens Geburtstag unternahmen wir eine Walbeobachtungstour wie wir es schon vor 2 Jahren taten. Damals waren wir ein wenig enttäuscht, weil wir kaum etwas zu sehen bekamen. Locals stellen am Strand immer ein Schild auf, welche Wale am jeweiligen Tag gesichtet wurden. Am 22. hieß es 18 Blauwale, 5 Orcas und über 500 Delfine, das überzeugte uns und wir buchten die Tour quasi als Stevens Geburtstagsgeschenk. Und siehe da, dieses mal war mehr los und wir sahen Blauwale und einen großen Walhai mit Nachwuchs. Dieser kam ganz nah an unser Boot und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Somit konnten wir den größten Wal und den größten Fisch der Erde an einem Tag beobachten. Wer kann das schon von sich behaupten? Es war ein gelungener Ausflug.

Am nächsten Tag machten wir unsere erste Rollertour. Es ging nach Gallé Fort, einer alten Festungsanlage am Meer. Es gab eine Menge alte Holländische Häuser in kleinen Gassen zu sehen in denen sich Juweliere, Cafés und Souvenirläden anreihten. War alles ziemlich schick anzusehen aber ansonsten nicht weiter spannend. Auf dem Heimweg erwischte uns ein Regenguss und wir hatten natürlich nur T-shirts und kurze Hosen an. In dem Moment war es auch nicht besonders kalt, Steven zog sich durch den Fahrtwind aber doch eine kleine Erkältung zu.

Nun bleiben uns noch 3 Tage in Sri Lanka, die wir mit dem Surfbrett voll auskosten wollen, bevor es dann weiter nach Thailand geht. Die Singhalesen sind immer noch so nett, wie wir sie in Erinnerung hatten. Der Umgang miteinander ist viel herzlicher als in Deutschland. Morgen Abend hat uns Damit zum Essen eingeladen, Bianca wird traditionelles Shingalesisches Essen zubereiten, dass wird sicher scharf!